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Zerstörung


Während des 2. Weltkriegs, am 23. November 1943, wurde die Kirche bei einem Bombenangriff in Brand gesetzt und fast vollständig zerstört. Der Dachstuhl des Hauptschiffes sowie ein Teil des Hauptturms stürzten ein. Die späteren Siegermächte überließen die Ruine lange Zeit dem Verfall, bevor man schließlich 1956 den einsturzgefährdeten Chor abzureißen begann.


Neubau


Der Entwurf des Architekten Egon Eiermann sah ursprünglich den kompletten Abriss der Ruine vor, der aber von der breiten Masse der Berliner unter Protesten abgelehnt wurde, da sie diese als Kriegsmahnmal erhalten wollten. Eiermann ließ sich auf den Kompromiss ein und so entstand ein Gebäudeensemble mit vier neuen Baukörpern. Die Kirche, der Turm, die Kapelle und das Foyer nehmen die Turmruine der alten Kirche in ihre Mitte und bewahren so Altes und Neues in einer spannungsvollen Einheit. Am 17. Dezember 1961 wurde die neue Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche von Bischof Dr. Otto Dibelius eingeweiht.



Die Orgel


Die Kirchenorgel der Firma „Schuke Berliner Orgelbau“ wurde im Jahr 1962 fertig gestellt und zuletzt 2005 saniert. Sie verfügt über eine mechanische Traktur, 5000 Pfeifen, 64 Register, 4 Manuale, 1 Pedal und 256 wählbare Registerkombinationen. Die untere Ebene der Orgelempore, von der aus sich die Chorpodeste erheben, bietet außerdem Platz für ein kleines Orchester.


Die Besonderheit der neuen Kirche ist ihre Fassade aus blauem Glasmosaik des Künstlers Gabriel Loire, die den Innenraum in ein ganz besonderes Licht taucht und das Gebäude auch bei Nacht zu einer Sehenswürdigkeit macht. „Blau ist der Friede, rot ist die Freude“, so erklärte Loire seine Farbwahl. Zudem ist der Bau doppelwandig, was den Straßenlärm abhält und die Kirche zu einem Raum der Stille und besonders geeignet für Konzerte macht. Die über dem Altar schwebende Christusfigur aus Messing des Münchener Bildhauers Karl Hemmeter ist 4,60 Meter hoch.  Die zwölf Kerzenleuchter hinter dem Altar stehen sowohl für die 12 Jünger Jesu und die 12 Stämme Israels, als auch für die 12 Tore des himmlischen Jerusalems. Das Altarkreuz ist aus vergoldetem Silber und mit Bergkristallen besetzt.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche



Entstehung


Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist seit ihrer Einweihung am 1. September 1895 eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins. Erbaut wurde sie von 1891 bis 1895 auf Veranlassung von Wilhelm II. zu Ehren seines Großvaters Wilhelm I. Der beauftragte Baurat Franz Schwechten schuf ein Bauwerk im neoromanischen Stil mit vier Türmen sowie einem 113 Meter hohen Hauptturm, dem damit höchsten im damaligen Berlin. Da die Kirche eher repräsentativen Zwecken als religiösen dienen sollte, war die Ausstattung entsprechend prunkvoll, wovon heute noch die aufwendigen Mosaike Hermann Schapers in der erhaltenen Turmruine zeugen.

das Foto wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von www.die-orgelseite.de