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Die Turmanlage


Zwischen 1780 und 1785, erst 80 Jahre nach Errichtung der Französischen und der Deutschen Kirche auf dem Friedrichstädtischen Markt, ließ König Friedrich II. an die Deutsche und die Französische Kirche zwei gleich gestaltete Turmbauten anfügen – die so genannten „Dome“ (vom französischen Wort für Kuppel „Dôme“). Baumeister der Türme war zunächst Karl von Gontard, später Christian Ungers. Die französisch-reformierte Gemeinde unterhält dort seit 1935 das Hugenottenmuseum, eine Bibliothek, das Archiv und ihre Büros. Obwohl die Zwillingstürme auf dem Berliner Gendarmenmarkt von Beginn an rein weltliche Prunk- und Repräsentationsbauten ohne jede kirchliche oder gottesdienstliche Funktion hatten, wurde die Bezeichnung „Französischer Dom“ allmählich auch auf die Friedrichstädtische Kirche übertragen.

Umbau, Zerstörung und Wiederaufbau


Zu ihrem 200-jährigen Bestehen wurde die Kirche 1905 nach Plänen von Otto March neobarock umgestaltet. 1944 wurden Kirche und Turm von mehreren Bomben stark zerstört. Der Wiederaufbau nach dem neobarocken Vorbild von 1905 begann 1978. Dabei wurde eine Zwischendecke eingezogen, die das Gebäude in den Kirchraum (oben) und in multifunktionale Räume (unten) aufteilte. Dadurch wurde als Zugang zur Kirche eine doppelläufige Freitreppe nötig. 1985 erbaute die Firma Eule-Orgelbau Bautzen eine neue Orgel, die der vorherigen Schmaltz-Orgel von 1755 gleicht; original ist aber nur noch das schmückende vergoldete Schnitzwerk mit dem „Auge Gottes“. Seit dem Eröffnungsgottes- dienst zu Ostern 1983 wird die Kirche wieder vielfältig genutzt.

Französische Friedrichstadtkirche


Die Kirche


In der Friedrichstadt, der damals neu entstandenen Vorstadt Berlins, war der Kirchbau der Berliner Hugenotten, die nach dem Edikt von Fontainebleau 1685 nach Brandenburg-Preußen geflohen waren, das erste öffentliche Gebäude. Am 1. Juli 1701 legte Kronprinz Friedrich Wilhelm den Grundstein für die „Französische Kirche auf der Friedrichstadt“.Die Entwürfe für die Kirche stammen von dem hugenottischem Festungsbaumeister Louis Cayart, später lag die Bauleitung bei dem Architekten Abraham Quesnay. Im Frühjahr 1705 wurde die Kirche eingeweiht.